Schaumweine stehen für Frische, Präzision und feine Perlage, zeigen aber je nach Herkunft ganz unterschiedliche Stilistiken. Zwischen Schweizer Schaumweinen aus Zürich, Neuenburg, der Bündner Herrschaft oder dem Tessin, italienischen Klassikern wie Franciacorta, Asolo Prosecco und Valdobbiadene Prosecco Superiore, spanischem Cava aus Katalonien und französischem Champagner oder Crémant d’Alsace entsteht eine faszinierende Vielfalt. Rebsorten wie Pinot Noir, Chardonnay, Meunier, Glera, Macabeo, Xarel·lo, Parellada oder im Elsass auch Riesling prägen dabei den Charakter dieser Schaumweine.
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Vielfalt der Schaumweine
Schaumweine gehören zu den vielseitigsten Weinstilen überhaupt. Sie reichen von glasklaren, geradlinigen Apéro-Weinen bis zu tiefen, lange gereiften Prestige-Cuvées mit komplexem Hefelagercharakter. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf Herkunft und Machart. Denn ob ein Schaumwein als Champagner, Cava, Franciacorta, Crémant d’Alsace, Prosecco oder als Schweizer Schaumwein erscheint, hängt eng mit Region, Rebsorten und Ausbau zusammen.
Schweizer Schaumweine
In der Schweiz zeigt sich diese Vielfalt besonders spannend. Aus Zürich, Neuenburg, der Bündner Herrschaft und dem Tessin kommen charaktervolle Schaumweine, oft geprägt von Pinot Noir und Chardonnay. Je nach Herkunft entstehen dabei eher kühle, präzise und mineralische oder auch weichere, etwas rundere Interpretationen. Gerade Schweizer Schaumweine überzeugen heute immer öfter durch Eigenständigkeit und eine sehr klare, frische Stilistik.
Frankreich: Champagne und Elsass
In Frankreich führt an der Champagne kein Weg vorbei. Dort sind vor allem Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay die tragenden Rebsorten. Pinot Noir bringt Körper und Struktur, Meunier Frucht und Rundung, Chardonnay Frische und Mineralität. Etwas anders zeigt sich das Elsass, wo Crémant d’Alsace eine wichtige Rolle spielt. Dort kommen unter anderem Pinot Blanc, Chardonnay, Pinot Gris, Pinot Noir und auch Riesling zum Einsatz. Gerade diese elsässische Vielfalt macht Crémant d’Alsace oft besonders fein, frisch und aromatisch.
Italien: Franciacorta und Prosecco
Auch Italien bietet mehrere klar unterscheidbare Schaumwein-Welten. In der Lombardei steht Franciacorta für Schaumweine nach klassischer Methode, typischerweise aus Chardonnay und Pinot Nero, ergänzt durch Pinot Bianco und heute auch Erbamat. In Asolo und Valdobbiadene prägt dagegen Glera den Stil des Prosecco Superiore. Diese Weine wirken oft heller, unmittelbarer und stärker auf Frucht, Leichtigkeit und feine Perlage ausgerichtet, während Franciacorta meist mehr Tiefe und Hefenoten mitbringt.
Spanien: Cava aus Katalonien
In Spanien ist Cava die zentrale Referenz, besonders mit Blick auf Katalonien. Die klassischen Rebsorten sind Macabeo, Xarel·lo und Parellada. Dazu kommen je nach Stil auch Chardonnay, Pinot Noir, Trepat, Garnacha oder Subirat Parent. Vor allem die Verbindung der drei traditionellen Sorten gibt vielen Cavas ihre typische Balance aus Frische, Struktur und mediterraner Würze.
Was Schaumweine so spannend macht
Wer Schaumweine entdecken möchte, findet also keine einheitliche Kategorie, sondern ein weites Feld unterschiedlicher Traditionen. Champagner steht für weltberühmte Tiefe und Präzision, Crémant d’Alsace für Frische und Finesse, Franciacorta für italienische Eleganz mit klassischer Methode, Prosecco Superiore aus Asolo oder Valdobbiadene für animierende Leichtigkeit, Cava für spanische Vielseitigkeit und Schweizer Schaumweine für eigenständige, oft überraschend präzise Interpretationen aus sehr unterschiedlichen Regionen. Gerade diese stilistische Bandbreite macht gute Schaumweine so spannend.
Dienstag/Donnerstag/Freitag:
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