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Spanische Weine

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Spanische Weine sind ein wahrer Schatz in der Weinwelt und zeichnen sich durch ihre Vielfalt, ihren Reichtum an Rebsorten und ihren charakteristischen Stil aus. Mit der grössten Rebfläche weltweit spielt der Weinbau eine bedeutende Rolle in der spanischen Wirtschaft.

In Spanien werden über 500 Rebsorten angebaut. Allerdings sind auf 80 % der Anbaufläche nur 20 Rebsorten bepflanzt. Diese werden in unterschiedlichsten Stilen und Qualitäten vinifiziert. Während Spanien für seine kräftigen Rotweine bekannt ist, überrascht es mit einer bemerkenswerten Tatsache: Etwa 50 % der Anbaufläche ist mit weissen Rebsorten bestockt, was Spanien zum grössten Produzenten von Weisswein weltweit macht.

Tempranillo, auch als Tinta del País, Tinto Fino, Cencibel oder Ull de Llebre bekannt, gilt als Königin der roten Rebsorten Spaniens. Ihr intensiver Charakter prägt viele der berühmten Rotweine des Landes.

Besonders herausragend ist das Qualitätsweingebiet Rioja, das seit 1991 den Status einer Denominación de Origen Calificada (DOCa) trägt. Dieser Status zeichnet Regionen mit hoher Qualität und traditionsreichem Hintergrund aus.

Die Qualitätsbezeichnungen Crianza, Reserva und Gran Reserva verdeutlichen die Sorgfalt und den Anspruch, den spanischen Winzer anlegen:

  • Crianza: Mindestens zwei Jahre Lagerung, davon sechs Monate im Eichenfass (Barrica à 225 l), in einigen Gebieten wie Rioja oder Ribera del Duero sogar zwölf Monate.
  • Reserva: Rote Reserva-Weine müssen mindestens drei Jahre lagern, davon ein Jahr im Eichenfass.
  • Gran Reserva: Rote Gran Reserva-Weine benötigen mindestens fünf Jahre Reifezeit, davon mindestens zwei Jahre im Eichenfass.

Spanische Weine sind ein faszinierender Spiegel der vielfältigen Landschaft und Kultur des Landes. Ob aus Rioja, Ribera del Duero oder anderen Anbaugebieten, von spritzigen Weissweinen bis hin zu kräftigen Roten, die Vielfalt Spaniens ist ein Genuss für alle Weinliebhaber*innen.

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James Suckling 91 Pkt / 2022
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James Suckling 91 Pkt. / 2022
Guia Peñin 96 Pkt. / 2015

Wenn man vom Weinbau in Spanien spricht, so spricht man von der grössten Rebanbaufläche von Europa. Diese beläuft sich auf ca. 1 Mio. ha. Somit ist auch klar, dass der Weinbau für Spanische Rotweine für die Wirtschaft von grosser Bedeutung ist.

Spanien war früher vor allem wegen seines Sherry berühmt und die Spanischen Weine allgemein,  hatten es schwer sich im Ausland durchzusetzen. Vieles hat im Laufe der letzten Jahrzehnte zu beträchtlichen Verbesserungen der Weinqualität beigetragen. Der grosse Aufschwung kam dann ab den 80er. Eine neue Generation von Weinerzeugern hat in den letzten Jahrzehnten ein neues Bild spanischer Weine herbeigeführt. Nebst Investitionen in modernere Kellertechniken hat man den Weinbau in mehr kühlere (höher gelegene) Weinzonen verlagert. Weissweine welche frisch und sauber daherkommen, und Rotweine welche gehaltvoll und saftig sind, prägen immer mehr den spanischen Weinstil.

Der grosse Teil der spanischen Winzer hat inzwischen erkannt, dass sorgfältig ausgebaute Weine langfristig deutlich mehr Erfolg versprechen als einfach gekelterte Massenweine. Letztere gibt es natürlich immer noch, doch die Anzahl der Spitzen-Weine aus Spanien nimmt stetig zu.

Geniesser von Spanischen Weinen haben längst einige von ihnen zu den besten der Welt erklärt.  Was macht denn die Spanischen Weine so beliebt? Kurz gesagt: weil Spanische Weine unter strengster Qualitätsvorschriften hergestellt werden und die zahlreichen Weinsorten ganz unterschiedlich schmecken. Die zahllosen Aromen und Noten verleihen jedem Wein seinen ganz eigenen Charme und Charakter.

Die meist angebauten roten Rebsorten sind Tempranillo und Garnacha. Die wichtigste rote Sorte ist Tempranillo, die vor allem in den Anbaugebieten Rioja, Ribera del Duero, Valdepeñas und Penedés angebaut wird. Sie zeigt eine tief dunkelrote Farbe mit fruchtigen Aromen wie Kirsche, Himbeer und Brombeer. Die am häufigsten angebaute rote Rebe ist jedoch Garnacha Tinto, die in fast allen Anbaugebieten in Spanien beheimatet und mit der französischen Sorte Grenache identisch ist. Garnacha ergibt kraftvolle, alkoholreiche Weine, die aber kein starkes Tanningerüst mitbringen. Der daraus gekelterte weiche, harmonische Rotwein kann grosses Potential entfalten, wenn er vom richtigen Terroir stammt.

Die drei wichtigste spanischen Qualitäts-Bezeichnungen sind:

Crianza
Als Crianca werden Weine von einem Mindestalter von zwei Jahre bezeichnet. Der Wein muss einige Zeit im Eichenfass gelagert worden sein. Wie lange, geben die jeweiligen  Regelung der DO-Herkunftsbezeichnungen Aufschluss. So liegt diese Dauer für Rioja-Weine bei einem Jahr, für Weine der D.O. Toro lediglich bei sechs Monaten.

Reserva
Der Wein muss mindestens ein Jahre im Eichenfass und insgesamt mindestens drei Jahre im Holz und Flasche gereift sein, bevor er in den Verkauf kommt.

Gran Reserva   
Eine roter Gran Reserva aus Spanien muss für mindestens zwei Jahre im Holzfass gereift und anschliessend drei Jahre in der Flasche gelagert worden sein.