Burgund wirkt auf den ersten Blick einfach, ist aber stark von Herkunft und Lage geprägt. Chardonnay steht für die weissen Weine der Region: in Chablis meist straff, mineralisch und frisch, an der Côte de Beaune oft runder, dichter und komplexer. Pinot Noir prägt die roten Burgunder mit feiner Frucht, Eleganz, Würze und einer eher kühlen Struktur. Neben diesen beiden Sorten spielen auch Aligoté, Gamay und Crémant de Bourgogne eine Rolle. Wer französische Weine mit Feinheit, Herkunftsprofil und klarer Stilistik sucht, findet im Burgund eine der wichtigsten Regionen Frankreichs. Chardonnay und Pinot Noir machen zusammen mehr als 80 Prozent der Rebfläche in Bourgogne aus.
Burgund liegt im Osten Frankreichs und gehört zu den prägendsten Weinregionen des Landes. Die Weine werden weniger über Kraft oder Fülle verstanden, sondern über Herkunft, Lage und Feinheit. Schon kleine Unterschiede zwischen Appellationen, Dörfern und einzelnen Lagen können den Stil deutlich verändern. Dadurch wirkt Burgund oft zurückhaltender als Bordeaux oder Rhône, aber sehr präzise und herkunftsbetont.
Die wichtigsten Rebsorten sind Chardonnay und Pinot Noir. Chardonnay prägt die weissen Burgunder und reicht von schlank, zitrisch und mineralisch bis zu cremig, nussig und komplex. Pinot Noir steht für die roten Burgunder: eher fein als schwer, mit roter Frucht, Gewürzen, frischer Säure und je nach Herkunft grosser Tiefe. Ergänzend sind Aligoté, Gamay und die Rebsorten für Crémant de Bourgogne wichtig, doch der Kern des Burgunds bleibt klar bei Chardonnay und Pinot Noir.
Chablis zeigt Chardonnay in einer besonders klaren, kühlen und mineralischen Form. Die Weissweine wirken oft straff, trocken und zitrisch. Weiter südlich, besonders an der Côte de Beaune, kann Chardonnay mehr Fülle, Textur und Reife zeigen. Orte wie Meursault, Puligny-Montrachet oder Chassagne-Montrachet stehen für diese komplexere, oft cremigere Seite des Burgunds. Der Mâconnais bringt zusätzlich eine offenere, fruchtigere Chardonnay-Stilistik ein.
Rote Burgunder entstehen vor allem aus Pinot Noir. Die Weine sind selten schwer, sondern leben von Duft, Frische, feiner Struktur und Herkunft. Côte de Nuits gilt als besonders wichtige Herkunft für Pinot Noir, während Côte de Beaune ebenfalls elegante Rotweine hervorbringt. Je nach Lage zeigen die Weine rote Kirsche, Himbeere, florale Noten, Gewürze, Erde und mit Reife auch komplexere Aromen. Burgund ist damit eine zentrale Herkunft für alle, die französische Rotweine mit Feinheit statt reiner Kraft suchen.
Burgunder Weine eignen sich besonders, wenn französischer Wein elegant, klar und stark von seiner Herkunft geprägt sein soll. Weissweine aus Chardonnay reichen von mineralisch und straff bis rund und vielschichtig. Rotweine aus Pinot Noir zeigen Frische, feine Tannine und eine eher kühle Aromatik. Neben den bekannten Appellationen bieten auch regionale Bourgogne-Weine, Côte Chalonnaise, Mâconnais oder Crémant de Bourgogne gute Orientierung für zugänglichere Burgund-Stile.
Dienstag/Donnerstag/Freitag:
12.30 – 18.00 Uhr
Samstag:
09.30 – 15.30 Uhr